Die Universitätsgalerie Oktogon im Klophauspark


Das kleine achteckige Gebäude auf der Kluser Höhe diente dem Künstmäzen Ludwig Freiherr von Lilienthal mit der Erbauung um 1870 als Teehaus, mit einem wunderbaren Ausblick aus den südwestlichen Fenstern über die Dächer Elberfelds. Folgend diente dem Fuhrunternehmer Klophaus der klassizistische Pavillon als Sommerresidenz. Aus dem ehemaligen Privatgarten wurde der Klophauspark, angebunden durch die inzwischen sanierte Wolkenburgtreppe und in direkter Nachbarschaft zum Skulpturenpark Waldfrieden.

Im Gegensatz zur Villa von Lilienthals überstand der Pavillon die wechselvolle Geschichte der Wuppertaler Parkanlage. Nach einem langen Leerstand markierte das Bauwerk bis in die 90er Jahre eine neue Kunststätte unter der Leitung der Galeristin und Malerin Annelie Brusten. Der Ausstellungsraum gewann mit einem ambitionierten Programm über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung mit Künstlern wie Günther Uecker oder Tony Cragg.

Im Herbst 2017 konnte nach einem langjährigen Sanierungsprozess das schützenswerte Gebäude unter der Leitung von Prof. Katja Pfeiffer der Bergischen Universität Wuppertal zusammen mit dem Kurator Roman Zheleznyak in alter Tradition mit einer ersten neuen Ausstellung eröffnet werden. Das durch Vandalismus und Wasserschäden gebeutelte Oktogon konnte zuvor mit Einsatz städtischer Mitarbeiter, dem universitären Baudezernat und der Zustimmung durch die Hochschulleitung saniert und als Universitätsgalerie angemietet und wieder bespielt werden.

Der Ausstellungsraum ist eine besondere Herausforderung für die Künstler. Die meisten dort gezeigten Arbeiten entstehen speziell für diesen Bau, was den Schaffensprozess der Werke für den Besucher spürbar und nachvollziehbar werden lässt. In gegenseitiger Beeinflussung von Kunst und Architektur soll fortführend im Oktogon ein spannendes Ausstellungsprogramm mit regionalen und überregionalen Positionen entstehen und der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich gemacht werden.

Ab dem Jahr 2019 wird das Programm unter der künstlerischen Leitung von Prof. Katja Pfeiffer, Charlotte Perrin und Marc Kox fortgeführt.

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